Dalai-Lamai-Kritiker Colin Goldner am 18. Mai in Wien

5 May
2012

Dass Buddhismus keine Religion im monotheistischen, abrahamitischen Sinn ist, äußert sich schon durch das Nichtvorhandensein eines personalisierten Gottes, der schöpft, interagiert und urteilt. An jenseitigen Vorstellungen und unbeweisbaren Behauptungen über das Funktionieren der Welt und (moralisch) richtiges Zusammenleben mangelt es aber auch dieser Religion nicht, die so gerne zur Lebensphilosophie verbrämt wird. Und genau wie bei allen anderen Religionen werden diese Glaubensinhalte von Außenstehenden mehrheitlich respektiert, d. h. sicherheitshalber nicht hinterfragt, was im Sinne eines gedeihlichen Zusammenlebens sehr oft auch pragmatisch nachvollziehbar ist.

Dass der tibetische Buddhismus genau wie eingangs erwähnte Weltreligionen aber diesselben massiven Probleme mit Frauen und Schwulen hat, ist auch wenig überraschend und wird genauso gern ausgeblendet. Genausowenig überrascht, dass bei dem Mensch, der wie kein anderer Tibet verkörpert, diese ethischen Defizite einfach komplett ignoriert werden und er zudem auch noch allenorts als Generalbevollmächtigter des tibetischen Volkes und seiner Interessen hofiert wird, als ob die Tibeter in ihrer Weltanschauung homogen wären.

Die Rede ist natürlich vom Trülku, dem Dalai Lama, seiner Heiligkeit Tendzin Gyatsho.

Einer seiner vehementesten Kritiker ist auf Einladung von gottlos.at (mit Unterstützung der Buskampagne) am 18. Mai in Wien zu Gast: Colin Goldner.

(Bild: gbs, Evelin Frerk)

“Hinter dem Lächeln des Dalai Lama” – Vortrag von Colin Goldner in Wien

Freitag, 18. Mai, 2012, 20:00
Universität Wien, NIG, Universitätsstraße 7, HS I

 

 

Während der ORF zum Karfreitag Schweigeminuten mit Schmerzensmännern (siehe Bild), Stille und Gedenksekunden (FM4. Wahrscheinlich Sprechpausen. #ftw) abfeiert, wird in Kärnten abgerockt ohne Ende! In Kärnten herrscht nämlich zum Karfreitag (genau wie zu Weihnachten) ein generelles Veranstaltungsverbot, das aber für die Kirche* nicht gilt. Die hat dann so etwas wie das Partymonopol an diesem Tag, [...]




Folgender Kommentar ist am 2.4.2012 auf derStandard.at als Gastkommentar erschienen.   Großes Aufatmen im christlich-fundamentalistischen Lager: Christoph Schönborns Toleranzgeste einen schwulen Gemeinderat als kostenlose Arbeitskraft in der Pfarre zu dulden, ist eben nicht als Geste des Respekts zu verstehen, sondern als Ausdruck der moralischen Überlegenheit. Dass der junge Mann diese Duldung nicht als die Demütigung, [...]




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